7.9. morning
Yesterday, I read with some horror the Facebook comments on my article about the founding of the Arab States in last Monday's Neue Zürcher Zeitung. There were more than 600, well over half of them open hatred and curses against the State of Israel. I was called a "criminal" and a "liar," Israel a state of "child murderers." Several readers emphasized that they hadn't even read my article ("this rubbish") because it was clear from the first few lines that it was Israeli propaganda. Many are now signing their hateful outbursts with their full names, and I have to say that a good 50% of these names are Arabic or Turkish. They seem to live in Switzerland, Germany, or Austria, in the heart of Europe (since they can read German), and feel so safe in these countries that they post such things on Facebook. I take comfort in the supportive messages. These relatively few are the reason why I still write such articles at all. I am grateful to them for their encouragement, since they themselves are not having an easy time in their countries at the moment, given the prevailing mood.
Gestern las ich mit Entsetzen die Facebook-Kommentare zu meinem Artikel über die Gründung der arabischen Staaten in der Neuen Zürcher Zeitung vom letzten Montag. Es waren über 600, weit mehr als die Hälfte davon offener Hass und Beschimpfungen gegen den Staat Israel. Ich wurde als „Verbrecher“ und „Lügner“ bezeichnet, Israel als Staat von „Kindermördern“. Mehrere Leser betonten, sie hätten meinen Artikel („diesen Mist“) gar nicht erst gelesen, da schon die ersten Zeilen deutlich machten, dass es sich um israelische Propaganda handele. Viele unterzeichnen ihre Hasskommentare heute mit ihrem vollen Namen, und ich muss sagen, dass gut 50 % dieser Namen arabisch oder türkisch sind. Sie scheinen im Herzen Europas, in der Schweiz, in Deutschland oder in Österreich zu leben (da sie Deutsch lesen können), und fühlen sich in diesen Ländern so sicher, dass sie derlei auf Facebook posten. Die zustimmenden Nachrichten waren mein Trost. Diese wenigen sind der Grund, warum ich überhaupt noch solche Artikel schreibe. Ich bin ihnen für ihre Ermutigung dankbar, da sie es in ihren Ländern angesichts der vorherrschenden Stimmung derzeit selbst nicht leicht haben.