5.9. eve
On Shabbat evening, we talked about our growing aversion to travel. She hasn't left Israel in over thirty years. I told her that the thought of her, always "at home," comforted me when I had to go on speaking tours in Europe, and that I had once fallen asleep on a plane and dreamed of her in our garden. And that I had even written a short poem about this vision. And I actually found it in my 2015 poetry collection, "Fighter Jet and Hummingbird."
Vision on the plane, early morning
Sometimes she walks at night
Alone on her rounds
In her garden's
Moonlit grandeur
Pale gold her dress
In the moon's rotunda
Cats accompany her
Silent vigil
Flying dogs
Fast as time
The hour passes
gone before I thought
Am Schabbatabend sprachen wir über unsere wachsende Abneigung gegen das Reisen. Sie hat Israel seit über dreißig Jahren nicht mehr verlassen. Ich erzählte ihr, dass mir der Gedanke an sie, die immer "zu Hause" war, Trost spendete, wenn ich auf Vortragsreisen nach Europa musste, und dass ich einmal im Flugzeug eingeschlafen war und von ihr in unserem Garten träumte. Und dass ich sogar ein kurzes Gedicht über diese Vision geschrieben hatte. Und ich fand es tatsächlich in meinem Gedichtband „Kampfjet und Kolibri“ von 2015 wieder.
Vision im Flugzeug, früher Morgen
Manchmal geht sie zur Nacht
Einsam die Runde
In ihres Gartens
Mondheller Pracht
Blassgold ihr Kleid
In des Mondes Rotunde
Katzen begleiten sie
Stille Wacht
Fliegende Hunde
Rasch wie die Zeit
Schneller die Stunde
Vorbei als gedacht