27.6.
"American pro-Israel activists may have just had their worst week ever", The Times of Israel stated yesterday. "One party (the Democrats - C.N.) is voting for the loudest critics of Israel; the other (Republicans) is cutting a generous deal with Jerusalem’s top adversary; after years of bipartisan support, a new era is dawning." That sounds depressing and alarming. Israeli media believe that we have reached a historic low in terms of general sympathy and acceptance. My personal memory is different. In former decades, the situation was even worse. For example, during the Second Intifada. Today there are millions of Israel-haters, just like back then, but we have a strong pro-Israel scene that didn't exist, true friends, business partners, all over the world, even in the Arab states.
„Amerikanische pro-Israel Aktivisten haben möglicherweise die für sie schlimmste Woche aller Zeiten erlebt“, befand die Times of Israel gestern. „Die eine Partei (die Demokraten – C.N.) wählt die lautstärksten Israel-Kritiker; die andere (die Republikaner) schließt einen großzügigen Deal mit Jerusalems größtem Widersacher. Nach Jahren parteiübergreifender Unterstützung bricht eine neue Ära an.“ Das klingt aufregend und alarmierend. Die israelischen Medien glauben, wir hätten einen historischen Tiefpunkt in Bezug auf allgemeine Sympathie und Anerkennung erreicht. Meine persönliche Erinnerung ist anders. Es war schon viel schlimmer. Zum Beispiel während der Zweiten Intifada. Heute gibt es Millionen Israel-Hasser wie damals, aber wir haben eine starke pro-Israel Szene, die es damals nicht gab, Freunde, Geschäftspartner überall, sogar in den arabischen Staaten.
I forgot to post what I had wiritten yesterday. Then I found what Rabbi Shalom Rosner wrote today in the weekly magazine of the Orthodox Union movement which I read during some rather boring periods of our morning service in synagogue: "French philosopher Jean-Paul Sartre acknowledged (in his essay Anti-Semite and Jew, first 1944 in French: Réflexions sur la question juive - C.N.) that the Jewish people cannot be understood through ordinary historical frameworks. They are, in his words, 'beyond time'. Similarly Winston Chruchill recognized that regardless of one's personal feelings toward the Jewish people, one cannot deny their extraordinary and unique role in world history. And Mark Twain marveled: 'Egyptians, Banylonians, Persians, Greek, Romans rose with power and noise, and then disappeared. The Jew saw them all and remains.' What is the secret of this eternity? (...) A small nation that is numerically insignificant, yet central to the story of humanity. It is constantly persecuted, scattered and challenged, yet never disappearing. The world asks the question again and again: What is the secret of Jewish eternity?"
Ich hatte vergessen, meinen gestrigen Beitrag zu posten. Dann stieß ich auf einen Artikel von Rabbi Shalom Rosner, in der neuesten Ausgabe der Wochenzeitschrift der Orthodoxen Union. Ich las ihn während einiger eher langweiliger Passagen unseres Morgengottesdienstes in der Synagoge: „Der französische Philosoph Jean-Paul Sartre erkannte (in seinem 1944 geschriebenen Essay Überlegungen zur Judenfrage, Réflexions sur la question juive - C.N.), das jüdische Volk könne nicht durch herkömmliche historische Denkmuster verstanden werden. Es sei, wie er es ausdrückte, ‚jenseits der Zeit‘. Ähnlich fand Winston Churchill, dass man, ungeachtet der persönlichen Gefühle gegenüber dem jüdischen Volk, dessen außergewöhnliche und einzigartige Rolle in der Weltgeschichte nicht leugnen könne. Und Mark Twain staunte: ‚Ägypter, Babylonier, Perser, Griechen, Römer – sie alle stiegen auf mit Macht und Pomp und verschwanden wieder. Der Jude sah sie alle und bleibt.‘ Was ist das Geheimnis dieser Ewigkeit? (...) Eine kleine Nation, zahlenmäßig unbeträchtlich, aber von zentraler Bedeutung für die Geschichte der Menschheit. Sie wird immer wieder verfolgt, zerstreut und bedroht, doch sie verschwindet nicht. Und die Welt stellt sich immer von Neuem die Frage: Was ist das Geheimnis der jüdischen Ewigkeit?"