26.5/27.5.

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26.5. We have simply wonderful spring days, perhaps too wonderful to be true. From the sunrise in the clear blue sky, the air is sparkling, the leaves in the garden are dancing in the morning breeze, shimmering and sparkling as if to tell me: Life is beautiful. It can feel like a vacation, peaceful and quiet. No rockets out of nowhere. And this unique Mid Eastern light. This wonderful place on earth.

27.5. Officially, there is a “ceasefire” in the north of Israel, on the border with Lebanon, but in reality we’ve been hearing jets take off all morning—we hear their roar and the sound of them breaking the sound barrier. There is war, but we call it “peace.” For this war will not end anytime soon. Yet that must not be; there must be peace, at least as a constant hope. So, in a sense, calling the war “peace” is an invocation of the unattainable. 

Our granddaughter S. was here yesterday for a short visit (to help her grandparents with problems with their smartphones). We talked about her boyfriend, who is currently serving in a combat unit in the north against Hezbollah. She said that the general public's concern about this war, including the losses (because almost every day a soldier or officer on our side is killed), is noticeably less than in the Gaza war. Why?


26.5. Wir haben wundervolle Frühlingstage, vielleicht zu schön, um wahr zu sein. Seit dem Sonnenaufgang am klaren blauen Himmel funkelt die Luft, die Blätter im Garten tanzen in der Morgenbrise, schimmern und glitzern, als wollten sie mir sagen: Das Leben ist schön. Es fühlt sich an wie Urlaub, friedlich und ruhig. Keine Raketen aus dem Nichts. Und dieses einzigartige Licht des Nahen Ostens. Dieser wundervolle Ort auf Erden.

27.5. Offiziell herrscht im Norden Israels, an der Grenze zum Libanon, ein „Waffenstillstand“, aber in Wirklichkeit hören wir schon den ganzen Morgen Jets starten – wir hören ihr Dröhnen und das Geräusch, wenn sie die Schallmauer durchbrechen. Es herrscht Krieg, aber wir nennen es „Frieden“. Denn dieser Krieg wird so schnell nicht enden. Doch das darf nicht sein; es muss Frieden geben, zumindest als ständige Hoffnung. In gewisser Weise ist es also eine Beschwörung des Unerreichbaren, den Krieg „Frieden“ zu nennen.

Unsere Enkelin S. war gestern für einen kurzen Besuch hier (um ihren Großeltern bei Problemen mit ihren Smartphones zu helfen). Wir sprachen über ihren Freund, der derzeit in einer Kampfeinheit im Norden gegen die Hisbollah kämpft. Sie sagte, dass die Anteilnahme der Öffentlichkeit an diesem Krieg, einschließlich der Verluste (denn fast jeden Tag wird ein Soldat oder Offizier auf unserer Seite getötet), spürbar geringer ist als im Gaza-Krieg. Warum?